Letzte Barrage-Hoffnung platzt im Kellerduell
Es sollte die Partie der letzten Chance werden. Im Kellerduell gegen den KJS Schaffhausen wollte die SG Züri Unterland endlich den ersten Punktgewinn in dieser verkorksten Saison einfahren und die kleine Hoffnung auf die Barrage am Leben erhalten. Am Ende stand jedoch eine 18:22-Heimniederlage auf der Anzeigetafel – ein Ergebnis, welches vor allem auf die eigene mangelhafte Chancenverwertung und zu viele vermeidbare Fehler zurückzuführen ist.
Zähe Anfangsphase und ein starker Rückhalt Die Partie begann nervös und war von Beginn an von starken Defensivreihen und fehlerhaften Offensivaktionen auf beiden Seiten geprägt. Die Zürcher erarbeiteten sich durchaus gute Chancen, scheiterten aber immer wieder beim Torwurf – exakt die Anspiele und Würfe über den Kreis zeigten nicht die nötige Präzision. Die SG Züri Unterland war zur Pause beim Stand von 6:9 nur dank einer überragenden Leistung von Torhüter Michael Kling noch in Schlagdistanz. Mit starken Reflexen und zwei gehaltenen Siebenmetern hielt er seine Mannschaft im Spiel und verhinderte einen deutlicheren Rückstand.
Aufbäumen und eigene Fehler nach der Pause In der zweiten Hälfte zeigte Züri Unterland Moral und kämpfte sich stetig an die Gäste heran. Doch das alte Leiden dieser Saison holte das Team auch in dieser Partie wieder ein: Genau in den Phasen, in denen der Abstand verkürzt wurde und das Momentum auf die Seite der Hausherren zu kippen drohte, blockierte sich die Mannschaft durch technische Fehler und überhastete Würfe selbst.
Auch eine taktische Umstellung auf eine 6:0-Abwehr brachte nicht die erhoffte defensive Stabilität, um Schaffhausen entscheidend unter Druck zu setzen. Vorne sorgten Max Giegerich und Viktor Agovski zwar für wichtige Treffer, doch die kollektive Wurfquote von mageren 46 % war letztlich zu schwach, um eine Partie auf diesem Niveau zu gewinnen. Schaffhausen nutzte die 15 Ballverluste der Zürcher clever aus, hielt den Abstand und brachte den Sieg über die Zeit.
Fazit: Es war vielleicht die optimale Chance auf den ersten Saisonsieg. Die Einsatzbereitschaft und die Torhüterleistung stimmten, doch wer in einem wichtigen Spiel eine Wurfquote von unter 50 % aufweist und sich in den entscheidenden Momenten selbst im Weg steht, geht am Ende leider leer aus.
Handball Züri Unterland – KJS Schaffhausen: Endresultat: 18:22 (6:9)
Kader: Agovski (4), Avdulli, Bickel, Fonseca, Giegerich (5), Gschwend (3), Halic, Honegger (1), Hübscher (1), Kern, Kling, Oberli (1), Siegrist (2), Tran (1), Worrod, Wullschleger